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Naturschutz im Rhein-Erft-Kreis

Vertragsnaturschutz: Artenvielfalt durch landwirtschaftliche Nutzung

Der Vertragsnaturschutz bietet Landwirten die Möglichkeit, durch vertraglich fixierte Einhaltung bestimmter Bewirtschaftungs-Vereinbarungen im Hinblick auf Pestizid-Verwendung, Düngung und Nutzungs-Intensität und –Zeitpunkt einen Beitrag zum Natur- und Artenschutz zu leisten und dafür eine entsprechende Förderung zu erhalten. Dieses sog. Kulturlandschaftsprogramm (KULAP)  wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Landes NRW und des Rhein-Erft-Kreises  bereitgestellt.

 Betreuung durch die Biologische Station Bonn / Rhein-Erft

Seit Anfang 2004 besteht im Rhein-Erft-Kreis für Landwirte die Möglichkeit, am Vertragsnaturschutz im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms NRW teilzunehmen.
Im Auftrag der Kreisverwaltung des Rhein-Erft-Kreises führt die Biologische Station Bonn /Rhein-Erft die Beratung, Vertragseinwerbung und fachliche Betreuung der Landwirte für den Rhein-Erft-Kreis durch.

 
 Ziele: Artenvielfalt fördern, landwirtschaftliche Einkommen sichern

Artenreiche Wiese

Prioritäres Ziel des Vertragsnaturschutzes im Rhein-Erft-Kreis ist neben dem Erhalt bereits naturschutzfachlich wertvoller Flächen wie dem ehemaligen Munitionsdepot im Friesheimer Busch vor allem die Wiederherstellung artenreichen Grünlandes auf Ackerstandorten.

Die Maßnahmenflächen konzentrieren sich in einer Gebietskulisse vor allem entlang der Erft und an anderen Fließgewässern sowie in Naturschutz- und FFH-Gebieten. In Zeiten sinkender Erzeugerpreise und zurück gehender Subventionen kann der Vertragsnaturschutz durch Integration von Nutzung und Naturschutz eine realen Beitrag zur Sicherung landwirtschaftlicher Einkommen sichern.

Im ersten Vertragsjahr 2004 konnten bereits Verträge mit 24 Landwirten auf über 100 ha Fläche geschlossen werden. Über die Laufzeit von 5 Jahren gerechnet fließen so über 160 000 € Fördermittel aus dem Vertragsnaturschutz in den Rhein-Erft-Kreis.

 
 Kontakt

Interessierte Landwirte können sich mit dem zuständigen Mitarbeiter der Biologischen Station (Dr. B. Arnold, Tel. 02232-47 680 oder 0228 - 2495794) in Verbindung setzen und einen Beratungstermin vereinbaren. Dabei ist zu beachten, dass Förderanträge bis zum 30. Juni eines Jahres beim Rhein-Erft-Kreis eingereicht werden müssen. Ansprechpartner seitens des Rhein-Erft-Kreises ist H. Geusen, Amt für Kreisplanung und Naturschutz, Tel. 02271-83-4223.