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Biostation-Bonn.de >> Projekte und Aktionen > Amphibienschutz > Gelbbauchunke
   

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 Das Artenschutzprojekt "Gelbbauchunke"

gefördert von der HIT-Umwelt- und Naturschutzstiftung

Seit Dezember 2003 führen wir zusammen mit der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis ein Artenschutzprojekt zur europaweit bedrohten Gelbbauchunke durch. Die Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen für diesen hochgradig gefährdeten Froschlurch finanziert die HIT Umwelt- und Naturschutz Stiftung. Praktische Schutzmaßnahmen für die Art - wie Neuanlage von Gewässern und Freischneiden der Lebensräume - stehen hierbei im Vordergrund.

Zur Zeit suchen wir im Auftrag der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten (LÖBF) auch nach weiteren Vorkommen im südlichen Rheinland. Für Hinweise zu diesem Froschlurch sind wir dankbar!

 Hintergrund

Die Gelbbauchunke (Bombina variegata) wird bis zu 5 cm lang und ist damit einer der kleinsten unserer Froschlurche. Ihre Oberseite ist grau-braun bis schlammfarben und warzig. Damit ist sie in ihrem Lebensraum hervorragend getarnt und auf den ersten Blick kaum zu sehen. Die Bauchseite ist im Gegensatz dazu leuchtend gelb-schwarz gefleckt und dient als Warnsignal.

Vor allem der Verlust an Laichgewässern durch Bebauung, Entwässerung und das Zuwachsen von Lebensräumen mit Gebüschen hat in den letzten 30 Jahren zu einem dramatischen Rückgang ihrer Bestände geführt. Im Rahmen des Projektes „Bestandserhaltende Maßnahmen für die Gelbbauchunke (Bombina variegata) in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis“ werden daher die verbliebenen Vorkommen intensiv von Biologen untersucht und entwickelt.

 
Was wird konkret getan ?

Baggern für den Artenschutz
Da die Unke als Laichgewässer kleine, voll besonnte Wasserstellen benötigt, schneiden wir in Absprache mit Naturschutzbehörden und Eigentümern beschattende Ufergehölze zurück oder legen mit einem Minibagger neue Kleingewässer an. In der Umgebung bekannter Laichgewässer suchen wir zudem nach Stellen zur Anlage neuer Tümpel. Die Arbeiten werden in Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Land- und Forstwirten sowie Tiefbauunternehmen durchgeführt.
 
 Erste Erfolge !

Jungunke in neu angelegtem Tümpel

Erfolgskontrollen in den Jahren 2004 und 2005 zeigten, dass die neuen Gewässer von der Art sehr gut angenommen werden. Die erwachsenen Tiere nutzten sie intensiv zur Eiablage und heute tummeln sich dort zahlreiche Jungunken. Sie garantieren den Fortbestand der Art!